Monokulturen

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Monokulturen sind riesige landwirtschaftliche Flächen auf denen nur eine Pflanzenart angebaut wird, vor allem Soja und Ölpalmen. Für Monokulturen werden riesige Flächen Regenwald und andere Flächen gerodet und zerstört die sonst Tieren aller Art einen Lebensraum bieten. Diese Monokulturen bieten nur noch ganz wenigen Tieren eine Heimat, was die Artenvielfalt zerstört. Um so viel wie möglich aus Monokulturen zu ernten, werden nicht benötigte andere Pflanzen beseitigt und totgespritzt. Die Folgen sind das Tiere wie Tiger, Affen und auch Elefanten weder Schutz noch Nahrung finden.

Vor allem Ölpalmen (Palmöl für Lebensmittel, Kosmetik, Biosprit, Waschmittel und vieles mehr) und Soja (als Futtermittel für Tiere) sind die Pflanzen die in riesigen Mengen angebaut und für die Flächen gerodet werden die so groß sind wie ganze Staaten.

Laut Greenpeace München findest du Palmöl unter anderem in diesen Produkten:

  • Lebensmittel: Knorr Tütensuppe, Nestlé KitKat und Lion-Riegel, Langnese Eis, Bahlsen-Kekse, Prinzenrolle, Toffifee, Maggi-Produkte, Rama und Lätta von Unilever, Nutella, Milchnahrung von Milupa usw.
  • Kosmetika: Nestlé, Beiersdorf Nivea-Creme, Schwarzkopf, Dove-Seife von Unilever, Lotion von Penaten, Olaz-Tagescreme, Labello, Haarspülungen von L’Oreal, Shampoos von Wella
  • Waschmittel: Ariel, Persil, Frosch, Spee, Terra Aktiv von Henkel
  • Energetische Nutzung: Bio-Diesel, Benzin (E10) und Strom (Blockheizkraftwerke)

Zerstörte Artenvielfalt

Durch den einseitigen Anbau von Nutzpflanzen verschwinden Lebensräume für viele Tierarten.

Begünstigt Klimawandel

Große Waldflächen werden gerodet um Monokulturen anzubauen. Bäume benötigen beim Wachstum CO2 und binden dieses auf lange Zeit. Diese Waldflächen waren also, neben Lebensraum für viele Tierarten, vor allem ein guter CO2-Speicher und gut im Kampf gegen den Klimawandel. Ölpalmen können nur einen Bruchteil der Menge CO2 speichern die ein intakter Wald speichern kann.

Krankheiten

Monokulturen laufen Gefahr durch nur eine Pflanzen-Krankheit zerstört zu werden und die Ernte zu verlieren. Um dies zu verhindern werden massiv giftige Spritzmittel eingesetzt um dies zu verhindern.

Ausgelaugte Böden

Der einseitige Anbau entzieht dem Boden sehr einseitig Nährstoffe. Gute Landwirtschaft wechselt den Anbau von Pflanzen auf einer Fläche um dem Boden die Möglichkeit zur Regeneration zu geben. In diesem Fall beutet man den Boden aus bis kein Anbau von Monokulturen mehr möglich ist und der letzte Schritt Viehhaltung kommt.

Viehhaltung

Um das letzte aus dem Boden heraus zu holen werden hier Tiere für die Fleischproduktion gezüchtet. Einfache Gräser sind genügsam, wachsen noch auf dem Boden und sind so für die Beweidung noch optimal. Nach vier Jahren ist der Boden Wüste und es wird neuer Regenwald gerodet um wieder Plantagen anzubauen und Tiere zu züchten.

Discounter

In Deutschland sind vor allem Discounter mit Ihrem Kampf um die niedrigsten Preise für diese Entwicklung verantwortlich. Sie drücken die Preise und setzen die Landwirte / Erzeuger massiv unter Druck. Diese müssen dann entweder immer billger produzieren oder pleite gehen. Durch die immer billigere Produktion leidet die Qualität der Rohstoffe und Waren, die Produktionsbedingungen und auch Umwelt und Natur.

In Deutschland sind dies vor allem: ALDI, LIDL, PENNY, NETTO, NKD, TAKKO und einige andere.

Konsumenten

Nicht nur Unternehmen tragen die Verantwortung für die Zustände. Jeder einzelne von uns wählt bei jedem einzelnen Kauf, mit welchen Produkten er welche Art der Produktions-, Arbeits- und Lebensbedingungen (egal ob Mensch oder Tier) unterstützt und wie sehr er mit die Umwelt und Natur belastet. EUER Einkaufszettel ist EUER Wahlzettel.

 

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