Planung ohne Bürgerbeteiligung

Lankwitz ist grüner als manch anderer Stadtteil, aber bereits laufende oder geplanete Baumaßnahmen reduzieren immer mehr von diesem Grün. Sei es das

  • Abholzen von Bäumen im Leonorenpark ohne ordentliche Umweltverträglichkeitsprüfung,
  • die Fällung von sehr großen Bäumen in einer Nacht- und Nebel-Aktion in der Havensteinstr. 20 im Rahmen von Bauarbeiten (s. Karte Baumaßnahme 1) oder
  • die zur Bebauung mit Parkplätzen ausgeschriebene große Rasenfläche Havensteinstr. / Gallwitzallee (s. Karte Baumaßnahme 2).

Alle Vorhaben haben eines gemeinsam: Das sie vorbei an den Menschen die im Einzugsgebiet leben entschieden wurden und die Grünflächen dadurch noch mehr abnehmen. Dabei hat erst im Jahr 2015 das Bundesministerium fürUmwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit einen Wegweiser herausgegeben: Grün in der Stadt − Für eine lebenswerte Zukunft (Grünbuch Stadtgrün) (PDF)

Zitat:

"Bürgerbeteiligung stärkt Identifikation und sichert spätere Nutzung. Bürgerinnen und Bürger wollen bei Vorhaben der urbanen Grünentwicklung beteiligt werden. Das ist zum Teil ohnehin rechtlich vorgesehen, es ist aber vor allem mit Blick auf die Identifikation und spätere Nutzung durch die Bürgerschaft höchst sinnvoll. Für viele Kommunen, vor allem solche mit Nothaushalt, sind intensive Beteiligungsverfahren jedoch aufgrund von mangelnden finanziellen und personellen Ressourcen nicht immer umsetzbar, mit der Gefahr, dass grüne Vorhaben an ihren Zielgruppen vorbeigeplant werden."

 

Eine Lösung?

Eine gute Möglichkeit bieten Quartiere (in diesem Fall Grüne Quartiere) die man versuchen kann im Rahmen des Quartiersmanagements des Programms "Soziale Stadt" zu schaffen. Zum einen leisten Grüne Quartiere einen enormen Beitrag dazu, das sich Menschen in Ihrem Wohnumfeld wieder heimisch und wohl fühlen. Nachbarn finden im Rahmen eines solchen langfristig angelegten Projektes wieder mehr zueinander und das gesellschaftliche generationenübergreifende Miteinander im Stadtteil wird belebt und das Gemeinwohl gefördert.

Weiterer Vorteil ist das jeder interessierte Anwohner/-innen konstruktiv mitwirken können und im Rahmen von Wokshops Ideen und Beiträge zu konkreten Plänen und Taten führen. Eine solche Einbeziehung von Anwohnern gibt diesen auch wieder das Gefühl etwas bewegen und aufbauen zu können.

 

Bitte konkreter werden...

Wir haben in Lankwitz einiges an Möglichkeiten aufgrund der besonderen Bebauung mit Wohnblöcken die große Innenhöfe umschließen (s. Karte Gebiete 1 - 6). Einige dieser Flächen bestehen derzeit lediglich aus Rasenflächen und einigen Bäumen. Es wäre vorstellbar diese sonst kaum oder lediglich durch Kinder genutzten Flächen deutlich vielfältiger für alle Anwohner zu gestalten. Insbesondere Hochbeete, Permakulturen und Blühwiesen sind eine gute Alternative zu schnödem Rasen und Langeweile.

Um zum Beispiel der Nachverdichtung und damit dem Rückgang von Grünflächen in Lankwitz entgegen zu wirken (wie auch im Grünbuch Stadtgrün gefordert), wäre ein erster Schritt die Auschreibung für diese Fläche zu stoppen um einen Dialog mit der Wohnungsbaugesellschaft Immeo Dansk als auch den Anwohnern in die Wege zu leiten und die Vorstellungen der Anwohner und Mieter einzubeziehen.

 

Beantworte 5 kurze Fragen zum Thema Grünes Quartier Lankwitz, damit wir wissen ob DU so etwas willst oder nicht!

 

Handfeste Vorteile? Na klar!

- Sinnvoll genutzte Grünflächen statt langweiliger Rasen

- Selbsbestimmteres Leben durch Beteiligung

- Grüneres und vielfältigeres Wohnumfeld damit sich jeder noch heimischer und wohler fühlen

- Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders

- Gemeinschaftlicher Anbau von eigenem Gemüse mit Hilfe von Hochbeeten oder Permakulturen

- Mischanbauten aus Blühwiesen mit Hochbeeten für die immer stärker bedrohten Bestäuber wie Bienen, Wildbienen und Falter

- Förderung der Artenvielfalt im Stadtteil und damit Berlin

 

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