Koventionelle Aquakultur

Verwandte Themen: Biodiversität  | Überfischung

Meerestiere werden zunehmend in Aquakulturen gezüchtet weil die Fisch-Bestände immer kleiner werden aufgrund starker Befischung. Im Zuge der Zucht in Aquakulturen verursachen diese große Umweltschäden, da Chemikalien, Fischkot, Nahrungsreste und Antibiotika direkt in Gewässer gelangen, in denen sie gezüchtet werden. Die Folgen sind Überdüngung der Küsten, Verlust von Mangrovenwäldern und dadurch erodierende Küstengebiete sowie die Verschwendung von Ressourcen.

Beispiel: Für die Produktion von 1 Kilo Lachs werden 5 Kilo anderer Fische an diese verfüttert. Bei Aquakultur-Thunfisch ist das Verhältnis sogar noch schlimmer (20 Kilo andere Fische).

Biodiversität wird zerstört

Im Zuge der Zucht für unseren immer größer werdenden Hunger nach Fischen, zeigen sich viele Probleme die damit einher gehen. Vor allem die Biodiversität (Artenvielfalt) in der Region wird geschädigt, es gibt aber auch starke Folgen für die damit verbundenen Tiere, Pflanzen und Ökosysteme.

  • Überdüngung
    Die Gewässer der Küstenregionen, in denen Aquakulturen betrieben werden, werden durch nicht gefressenes Futter und die Ausscheidungen der Tiere einer Überdüngung (Eutrophierung) ausgesetzt. Dies beschleunigt Algenwachstum welches in größeren Mengen schädlich ist. Ferner wird durch zuviele Nährstoffe die im Gewässer lebende Pflanzenwelt geschwächt.
  • Rodung der Mangrovenwälder
    Für die Aufzucht von Garnelen und tropischen Fischen wie Telapia werden Mangrovenwälder im großen Maßstab abgeholzt. Mangroven sind mit die produktivsten Ökosysteme unseres Planeten, denn sie sind die Heimat vieler Tiere und schützen vor allem die Küsten vor Sturmschäden und {tip Was ist Erosion?::Erosion nennt man die natürliche Abtragung von Boden und Gestein durch Wasser, Gletscher und Wind}Erosion{/tip}.
  • Antibiotika
    Aufgrund der engen Zuchtdichte laufen die Tiere deutlich stärker Gefahr an Krankheiten und Parasiten zu erkranken und Verletzungen der Flossen durch ständiges Reiben an Artgenossen zu erleiden. Dies wird durch den Einsatz von Antibiotika verhindert, wirkt sich aber negativ auf die Ökosysteme in der Umgebung aus und auch auf die Gesundheit von uns Menschen.
  • Verdrängung anderer Arten
    Es kommt vor das Zuchtfische aus den Anlagen ausbrechen. Diese können sich dann mit den heimischen Arten vermischen oder diese sogar gänzlich verdrängen was sich stark auf das Ökosystem und die Nahrungsketter auswirkt.
  • LachsläuseBefallen auch wildlebenden Lachs was deren Bestände zusätzlich gefährdet

 

Überfischung durch "Müllfische"
Der einzige Vorteil der konventionellen Aquakulturen ist die Entlastung der Meere vor Überfischung. Dies trifft aber nur auf einen Teil der Zuchten zu, denn fleischfressende Fische wie Lachse und Forellen benötigen Futter, meist in Form anderer Fische. Diese sogenannten Müllfische (Trash Fish) werden gefangen, um sie - zum Teil als Fischmehl - an die in Aquakultur gehaltenen Tiere zu verfüttern. Dies gefährdet die ohnehin schon überfischten Fischbestände noch mehr und die Überfischung wird gefördert.

Gifte

Ethoxyquin in den Futtermitteln, unzureichende EU Studien zu den Grenzwerten, ignoriert durch die Behörden

 

Informieren

Schaut genau wo die Fische herkommen. Es gibt von Greenpeace einen sehr guten Fisch-Ratgeber. In diesem könnt ihr  kleines Heft zum mitnehmen wo drin steht welche (ergänzen mit Link und wie man Informationen auf den Verpackungen richtig liest.

Ökologische Aquakulturen

Alternativen sind artgerechte, naturnahe Anlagen in denen Forellen, Karpfen, Shrimps, Muscheln und tropische Süßwasserfische wachsen.

Indoor Fischzuchtanlagen

Text

1 Bestell dir den Einkaufsratgeber Fisch von Greenpeace. Halte dich an diesen!
2 Esse weniger Fisch. Maximal einmal pro Woche muss reichen.
3 Beim Kauf von Fisch nur den kaufen, der mit schonenden Methoden gefangen wurde oder aus nachhaltigen Aquakulturen stammt.
4 Verzichte auf Fisch in Fertig-Gerichten!
5 Informiere deine Familie und Freunde über die Probleme von Überfischung, Aquakulturen und den Einkaufsratgeber von Greenpeace.

Discounter

In Deutschland sind vor allem Discounter mit Ihrem Kampf um die niedrigsten Preise für diese Entwicklung verantwortlich. Sie drücken die Preise und setzen die Landwirte / Erzeuger massiv unter Druck. Diese müssen dann entweder immer billger produzieren oder pleite gehen. Durch die immer billigere Produktion leidet die Qualität der Rohstoffe und Waren, die Produktionsbedingungen und auch Umwelt und Natur.

In Deutschland sind dies vor allem: ALDI, LIDL, PENNY, NETTO, NKD, TAKKO und einige andere.

Konsumenten

Nicht nur Unternehmen tragen die Verantwortung für die Zustände. Jeder einzelne von uns wählt bei jedem einzelnen Kauf, mit welchen Produkten er welche Art der Produktions-, Arbeits- und Lebensbedingungen (egal ob Mensch oder Tier) unterstützt und wie sehr er mit die Umwelt und Natur belastet. EUER Einkaufszettel ist EUER Wahlzettel.

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